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Von der Novelle zum Libretto: Das Tauziehen um die Verwendung des Novellenstoffs von Conrad Ferdinand Meyers "Die Hochzeit des Mönchs"

Aufsatz; erschienen in: 
Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2011, S.269-283.

Textanfang:
Am 6. Februar 1884 schreibt der Großherzogliche badische Hofkapellmeister Felix Mottl einen begeisterten Brief an Conrad Ferdinand Meyer, in dem er diesen um die Erlaubnis bittet, den Stoff von dessen soeben erschienener Novelle Die Hochzeit des Mönchs szenisch umsetzen zu dürfen.
Diese Novelle war erst kurz zuvor, zur Jahreswende 1883/1884 , als Vorabdruck in der Deutschen Rundschau erschienen. Dessen Herausgeber, Julius Rodenberg, mit dem C. F. Meyer bereits seit 1877 in persönlichem Kontakt steht, hatte Meyer zusammen mit seiner Familie am 25. September 1883 in Kilchberg besucht, um sich Die Hochzeit des Mönchs vorlesen zu lassen.
Zwar liegt Meyers Antwort auf diese erste Kontaktaufnahme nicht vor, doch Mottls nächstem Brief vom 20. Februar 1884 ist zu entnehmen, dass Meyers Antwort so wohlwollend-ermunternd gewesen sein muss, dass Mottl gleich seinen Szenen-Plan zur Durchsicht mitschickt. [...]